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Kunstwerke aus der alten Kirche

Der Marienaltar

Der aus den Werkstätten der Gebrüder Josef Stärk und Hermann Josef Stärk  geschaffene Altar (1906) ist eines der wenigen Kunstwerke, die aus der ersten Herz-Jesu-Kirche gerettet werden konnten. Von Anfang an stand dieser Altar im Mittelpunkt der Mai- und Rosenkranzandachten. Maria ist als Schutzmantelmadonna dargestellt. Die junge, natürlich wirkende Frau ist mit einem blau-goldenen Mantel abgebildet, den sie weit geöffnet über zwei Menschengruppen zu ihren Füßen schützend ausbreitet. Geistlichkeit, Adel, Bürger und Bauern suchen Schutz bei ihr, Arme und Reiche fliehen zur himmlischen Frau und finden Geborgenheit. Umrahmt wird die Strahlenmadonna von der Krone eines Baumes, dessen Wurzeln aus dem schlafenden Jesse herauswachsen. Aus diesem Geschlecht ging Jesus hervor. In dem Gezweig entdeckt man auch König David mit der Harfe, St. Georg u.a.

Darstellungen von Maria als Schutzmantel-Madonna wurden bereits im 13. Jahrhundert von den Zisterziensern und dem Dominika-nerorden verbreitet. Sie übernahmen diesen "Brauch des Mantelschutzes" aus dem weltlichen Bereich. Dort bestand im Mittelalter ein Gesetz, wonach Verfolgte unter dem Mantel einer hochgestellten Persönlichkeit Schutz finden konnten.

Auch heute noch ist Maria für viele eine Zufluchtsstätte in Nöten – die brennenden Opferkerzen zeugen davon.